Besuch im Museumsdorf Ebergötzen

Die dritten Klassen starteten am Donnerstag, 8. Oktober 2014 bei Nieselregen zu einem Tagesausflug in Richtung Ebergötzen. Nach einer etwa einstündigen Busfahrt, bei der wir nicht nur Hessen, sondern auch den Regen hinter uns ließen, erreichten wir unser erstes Ziel: das Europäische Brotmuseum. 
Nach einer kurzen Einführung durfte jedes Kind seinen 400g Teigklumpen zu seinem eigenen, unverwechselbaren Brot formen. Es entstanden Schlangen, Schildkröten, Igel, geflochtene Kränze und andere fantasievolle Figuren. Während die Schüler dann zu einer Rallye durch das Museum starteten, durfte das Brot im Gärschrank ruhen um dann im gut angeheizten Ofen knusprig und goldbraun zu backen. Selbstverständlich konnte jedes Kind seinen frischen, duftenden und noch warmen Brotlaib am Ende mit nach Hause nehmen. Die meisten Kunstwerke kamen -mit Liebe geformt und zum Abbeißen lecker- natürlich nicht ganz vollständig daheim an. Auf dem Gelände des Brotmuseums gab es neben dem Pflanzgarten mit vor allem alten Getreide- und Nutzpflanzen auch zwei funktionsfähige Mühlen: eine Wasser- und eine Bockwindmühle. In einer kurzweiligen mit Anekdoten gespickten Führung wurde den Kindern deren Funktion erklärt. Natürlich haben wir auch den "Kleiekotzer" (eine Steinfigur aus deren Mundöffnung das gemahlene Korn in die Säcke fiel) und die legendäre "Popoklatschmaschine" begutachtet (geklatscht wurden damit in Wirklichkeit aber nur die leeren Säcke, um die letzten Mehlreste aus ihnen zu entfernen). 
Nach einem kurzen Fußweg durch das beschauliche Ebergötzen, vorbei am original Schauplatz des 3.Streiches (Max und Moritz: Schneider Böck), erreichten wir die Wilhelm Busch Mühle.
Hier trieb ein imposantes, großes Mühlrad zwei Mahlsteine gleichzeitig an. Bei der Führung konnten die Kinder die Mechanik der Mühle gut nachvollziehen, lernten verschiedene Mausefallen kennen, konnten alte Erntegeräte (Dreschflegel, Gabel, Getreidesense und Sichel) anschauen und auf alten Fotos die Ernte damals nachvollziehen. Die Gesindekammer wurde genauso erkundet, wie das Gästezimmer des Hauses in welchem auch Wilhelm Busch mehrfach genächtigt hatte. Natürlich haben wir viele interessante Details aus dem Leben Wilhelm Buschs und interessante Informationen zu seinem wohl bekanntesten Werk: Max und Moritz erhalten.
"Es war ein schöner Tag.", " Das Beste war die Rallye!", "Ich hätte gerne noch ein zweites Brot gebacken!", "Nächstes Jahr möchte ich wieder mitfahren.", "Mir hat es gut gefallen!"...
Diese Rückmeldungen der Kinder sind der beste Beweis dafür: es war eine rundum gelungene Tagesfahrt!

Grundschule Söhrewald

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