Besuch des Brotmuseums Ebergötzen und der Wilhelm-Busch-Mühle

Im Rahmen des Sachunterrichtthemas „Getreide – Vom Korn zum Brot“ unternahmen die Klassen 3a und 3b mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Weyhe und Frau Schröder-Exner einen Ausflug in das europäische Brotmuseum und die Wilhelm-Busch-Mühle nach Ebergötzen.
Früh am Morgen um 7.45 Uhr ging unsere Reise los mit einem sehr netten und gut gelaunten Busfahrer. Die fröhliche Stimmung übertrug sich sofort auf die Kinder, die auf der A7 alle unsere herbstlichen Monatslieder fröhlich anstimmten.
Als wir in Ebergötzen angekommen sind, löste sich der Nebel auf und die Sonne fing an zu scheinen. Vor Ort stärkten sich die Kinder und frühstückten. Und schon bald nahm unser Programm seinen Lauf. 
Unter Anleitung von zwei Bäckerinnen formten die Kinder ihr eigenes Brot aus Natursauerteig, das dann auf ursprüngliche Art im Holzofen gebacken wurde. Es entstanden viele besondere Brotunikate: Zöpfe, Brezeln, Igel, Schildkröten, Phantasietiere und Ufos. Während die Brote im Ofen lagen, ging für unsere Klassen das Programm weiter.
Ein Höhepunkt stellte der Besuch einer 200 Jahre alten Bockwindmühle dar. Der Müller zog mit seiner packenden Art die Kinder in seinen Bann, die mucksmäuschenstill der Dinge harrten, die da kommen. Der Müller verstand auf besondere Weise den Kindern bei seiner anschaulichen Führung viel Interessantes zu vermitteln. Mit Spannung und viel Witz führte er die Kinder durch die Mühle und verzapfte einige Späße, wie zum Beispiel seine ehrlich rüber kommende Erklärung der sogenannten Kinder-Popo-Klatsch-Maschine. Dann ging es weiter zur Wassermühle. Dort wurde für die Kinder erlebbar, wie diese alte Mühle funktioniert und wie vermutlich das alte Volkslied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ entstanden ist. Bis kurz vor Ende der Führung ließen sich die Kinder in der Wassermühle einen echten Bären vom Müller aufbinden und glaubten lange, dass dort die Mausifanten zu Hause sind – Mäuse mit langem Rüssel und großen Ohren.
Im Anschluss daran erwartete die Kinder eine Museumsrallye in Kleingruppen, bei der es viel Wissenswertes rund um das Thema Getreide und Brot im Museum und auf dem Außengelände zu erkunden gab. Im Kräuter- und Getreidegarten fühlten sich die Kinder sehr wohl und es gab einiges zu bestaunen. Spannend war die Schätzaufgabe, wie viele Getreidekörner für eine Scheibe Brot nötig sind (ca. 1500 Körner) und was es mit einer „Bäckertaufe“ auf sich hat. Ein sehr informatives Museum mit vielen Getreidesorten aus vielen Ländern dieser Erde und einer großartigen Brotvielfalt von der Steinzeit bis heute. Besonders bestaunt haben die Kinder den alten Steinzeitofen.
Abschließend besuchten wir noch die urige Wilhelm-Busch-Mühle, in der allerhand zu sehen war. Die Kinder bekamen einen Eindruck, wie Mensch und Tier damals unter einem Dach lebten, in dem sie durch das Wohnhaus geführt wurden. Spektakulär war auch die noch funktionierende große Getreidemühle. In anschaulicher Weise wurde den Kindern erklärt, wie Wilhelm Buschs Max und Moritz-Geschichten entstanden sind. 
Schnell verging die Zeit in Ebergötzen. Gern wären wir noch länger geblieben. Auf der Rückfahrt konnten die Kinder den gut duftenden frisch gebackenen Broten nicht widerstehen und knabberten ihre kleinen Sauerteig-Kunstwerke hier und da schon an. Es war ein sehr schöner und sonnig goldener Oktobertag!

Brotbacken im Brotmuseum Ebergötzen
Brotbacken im Brotmuseum Ebergötzen
Unsere Brotkunstwerke
Unsere Brotkunstwerke
Führung durch die Wilhelm-Busch-Mühle
Führung durch die Wilhelm-Busch-Mühle
Getreide wird geschrotet
Getreide wird geschrotet

Grundschule Söhrewald

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